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Bauch, Bauchraum

Ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahmen.

In der Onkologie bezeichnet der Begriff bei Krebserkrankungen eine Therapie, die nach vollständiger operativer Entfernung aller erkennbaren Tumoranteile angewandt wird, um mögliche, bisher aber noch nicht nachweisbare Tumorabsiedlungen (Mikrometastasen) zu bekämpfen und dadurch die langfristigen Heilungsaussichten zu verbessern.

AnschlussHeilBehandlung oder Anschlussrehabilitiation.

Geht der Anschlussrehabilitation eine Operation voraus, so muss sie spätestens zwei Wochen nach Entlassung aus der Akutklinik beginnen. Geht der Anschlussrehabilitation eine Bestrahlungsbehandlung voraus, so muss sie spätestens sechs Wochen nach Bestrahlungsende beginnen. Wurde die Bestrahlung im Bereich des Kopfes oder des Halses durchgeführt, so muss die Anschlussrehabilitation spätestens 10 Wochen nach Bestrahlungsende beginnen.

Beantragt wird sie durch das Krankenhaus, dort durch den behandelnden Krankenhausarzt oder den Sozialdienst. Bei ambulanter Vorbehandlung, z. B. Bestrahlung, erfolgt die Beantragung durch den behandelnden Strahlentherapeuten.

Die stationäre Anschlussrehabilitation dauert in der Regel drei Wochen und kann bei schweren Erkrankungen und nach Operationen (z. B. Krebs, Schlaganfall, Herzoperationen) und nach Unfällen durchgeführt werden.

Kostenträger sind entweder die Deutsche Rentenversicherung oder die Krankenkasse.

BrustErhaltende Therapie.

Eine brusterhaltende Therapie (BET) ist heute bei 60–70 % der Erkrankten möglich, wenn die Relation zwischen der Tumorgröße und dem Brustvolumen günstig und der Tumor noch nicht in die Muskulatur oder Haut eingedrungen ist. Hierbei wird nur der tumortragende Teil des Brustdrüsenkörpers entfernt. Nach einer brusterhaltenden Tumorentfernung ist eine Strahlentherapie erforderlich. Sollte eine Brusterhaltung nicht möglich sein, wird der gesamte Brustdrüsenkörper und ein Teil der darüber liegenden Haut entfernt (Ablatio, Mastektomie).

Ist ein chirurgischer Eingriff zur Entnahme und Untersuchung einer kleinen Menge von Gewebe aus einem lebenden Organismus. Das entnommene Gewebe wird vom Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Darüber hinaus gehören auch chemische Analysen zu den Untersuchungsmethoden.

Die Erkenntnisse aus einer Biopsie lassen Aussagen zu krankhaften Änderungen des feingeweblichen Aufbaus (Histopathologie) des untersuchten Gewebes zu. Insbesondere die Fragestellung, ob es sich bei Tumoren um bösartige oder gutartige handelt, kann oft durch eine Biopsie geklärt werden.

Mit Hilfe des Blutbildes werden die Blutzellen, also die roten (Erythrozyten) und weißen (Leukozyten) Blutkörperchen sowie die Blutplättchen (Thrombozyten) untersucht.

Beim kleinen Blutbild wird die Anzahl der Blutzellen ermittelt. Aber auch die Werte für Hämoglobin (HB), Hämatokrit (HKT) und die Eigenschaften der roten Blutkörperchen (MCV, MCH und MCHC).

Das Differentialblutbild ist eine Routineuntersuchung in der medizinischen Labordiagnostik, die die zelluläre Zusammensetzung der unterschiedlichen (differenten) weißen Blutkörperchen (Leukozyten) des Blutes oder der Pleuraflüssigkeit angibt. Die weißen Zellen des normalen Blutes umfassen die Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile), die Lymphozyten und die Monozyten. Zusammen mit dem „kleinen Blutbild“ ergibt es das „große Blutbild“. Die weißen Zellen des normalen Blutes umfassen die Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile), die Lymphozyten und die Monozyten. Das Differentialblutbild ergänzt das kleine Blutbild und spielt für die Diagnostik von Blutkrankheiten aber auch Infektionen und Entzündungen eine wichtige Rolle. Die Bestimmung des Differentialblutbildes ist unter anderem zur Abklärung einer Leukopenie oder Leukozytose erforderlich.

Während der Chemotherapie sollten wöchentliche Blutbildkontrollen erfolgen.

Abkürzung für „Carcinoma“, Karzinom – auf deutsch: Krebserkrankung

Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Platinverbindungen. Es ist ein sehr verbreitetes Zytostatikum. Die chemische Struktur enthält ein komplex gebundenes Platinatom, es handelt sich um einen Cisplatin-Abkömmling. Die Wirkung gegen Krebszellen beruht auf einer Vernetzung der DNA-Moleküle (Erbsubstanz), die dadurch funktionsunfähig werden. Der Zellstoffwechsel wird behindert und die Zelle stirbt ab. Wie andere Zytostatika auch wirkt Carboplatin in dieser Weise nicht nur auf schnellwachsende Tumorzellen, sondern in gewissem Grad auch auf gesunde Körperzellen. Es wird intravenös verabreicht.

Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen. Umgangssprachlich – auch als Chemo bezeichnet – ist meistens die zytostatische Behandlung von Krebs gemeint.

Diese Medikamente hemmen das Wachstum von Tumorzellen. Zytostatika machen sich dabei die schnelle Teilungsfähigkeit der Tumorzellen zu nutze, weil diese hierdurch besonders empfindlich auf diese Therapie reagieren und im Wachstum gebremst oder zerstört werden. Jedoch gibt es auch gesundes Körpergewebe mit einer relativ hohen Teilungsrate, wie beispielsweise Schleimhäute, Haarwurzeln oder Zellen des blutbildenden Systems. Hierdurch resultieren typische Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie: Übelkeit, Mundschleimhautentzündungen, Durchfall, Anämie, Leukopenie (Absinken der Anzahl weißer Blutkörperchen mit daraus resultierender Schwächung des Immunsystems).

Die Computertomographie ist ein bildgebendes Verfahren in der Radiologie, bei der bestimmte Körperregionen in einzelnen Schichten durchleuchtet werden.

Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Alkylantien. Es wirkt zytotoxisch, in dem es sich mit der Tumorzell-DNA verbindet, was Vernetzungen der DNA-Stränge und Strangbrüche zur Folge hat. Es wird als Infusion oder in Tablettenform verabreicht.

Wird nach neuer Klassifikation auch als NST (nicht-spezifischer Typ) bezeichnet. Der „invasiv-duktale“ Brustkrebs ist mit mehr als 75% die häufigste Brustkrebsart. Der Tumor hat sich in den Milchgängen der Brustdrüse gebildet und ist in das umliegende Gewebe eingebrochen.

Wird auch gerne „Red Devil“ oder „Aperol“ genannt. Ist ein Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Anthrazykline. Es wird aus Bakterien gewonnen und wirkt zytotoxisch, in dem es den Aufbau von DNA im Zellkern stört, die Erbsubstanz auseinanderbricht und die Zellteilung hemmt. Epirubicin wird intravenös verabreicht.

Zustand chronischer Erschöpfung mit ausgeprägter Müdigkeit, der sich trotz Schlaf nicht verbessert. Auslöser ist die Krebserkrankung selbst, die Chemo- oder Strahlentherapie.

Bildquelle: Erzaehlmirnix

Ein gutartiger Tumor in der Brust, der sich aus Bindegewebe (Fibrom) und Drüsengewebe (Adenom) zusammensetzt. Ein Fibroadenom ist in der Regel langsam wachsend und verursacht keine Beschwerden. Oft wird es selbst ertastet. Im Ultraschall ergibt sich ein charakteristisches Bild. In der Regel ist keine Therapie erforderlich.

Einteilung von Tumorgewebe das beschreibt, wie stark sich ein Tumor vom normalen Erscheinungsbild des betreffenden Gewebes unterscheidet. Das Grading ist ein bedeutender Prognosefaktor und damit wichtig für die Planung der weiteren Therapie.

  • Grad 1 (G1): gut differenziertes bösartiges Gewebe, dem gesunden Brustgewebe ähnlich (wächst langsam)
  • Grad 2 (G2): mäßig differenziertes bösartiges Gewebe, dem gesunden Brustgewebe etwas ähnlich (wächst etwas schneller)
  • Grad 3 (G3): schlecht/niedrig differenziertes bösartiges Gewebe, dem gesunden Brustgewebe wenig ähnlich (wächst schnell)

HER2 ist ein Eiweißmolekül an der Oberfläche von Brustkrebszellen, welches als Bindungsstelle für Wachstumsfaktoren dient. Weißt der Brustkrebs diese Oberflächeneigenschaft auf, so kann durch das Andocken von Wachstumsfaktoren das Wachstum der Brustkrebszellen stimuliert werden.

Beim Her2/Neu-Rezeptor steht im pathologischen Befund eine Zahl zwischen 0 und 3, häufig auch mit einem +.

  • 0 und 1/1+ bedeutet: negativ
  • 2/2+ bedeutet: Es ist nicht eindeutig. In diesem Fall wird dann eine sog. FISH-Analyse gemacht, die dann ein klares positives oder negatives Ergebnis liefert.
  • 3/3+ bedeutet: positiv

Zusammenarbeit von Ärzten und Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen in der Behandlung von Patienten.

Ist ein Protein, das zur Markierung von sich teilenden menschlichen Zellen geeignet ist. Mit Hilfe des Ki-67 Proteins als Marker kann die Wachstumsgeschwindigkeit von Tumoren bestimmt werden. Bei der Diagnose von Brustkrebs aber auch anderen Krebsarten, wird der Marker standardmäßig eingesetzt. Ki-67 ist ein Prognosefaktor und damit wichtig für die Planung der weiteren Therapie.

Ein Ki-67 ≤ 10% spricht für ein langsames Tumorwachstum und bedeutet damit ein niedriges Risiko. Ein Ki-67 ≥ 25% bedeutet ein hohes Risiko bei schnellem Tumorwachstum. Ein Wert dazwischen bedeutet ein mittleres Risiko.

Ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahmen zur Schulmedizin aus der Naturheilkunde, Homöopathie, Anthroposophischen Medizin oder Traditionell chinesischen Medizin (TCM).

Nachgewiesene vollständige Rückbildung aller Tumorherde durch eine Behandlung.

Ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Die Mammographie ist in erster Linie ein Verfahren der Radiologie zur Diagnostik der weiblichen, gegebenenfalls aber auch der männlichen Brust. Um die Strahlendosis möglichst gering zu halten und alle Bereiche möglichst gut abzubilden, wird die Brust dabei zusammengedrückt. Es werden Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln gemacht.

Nanoparticel albium bound-Paclitaxel: Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Taxane. Wird aus Eibenrinde synthetisiert und wirkt zytostatisch, indem es das sogenannte Mitrotubuli-Netzwerk stört und damit die Tumorzell-Teilung beeinträchtigt. Durch die Proteinbildung entfällt die Zubereitung mittels Lösevermittler, welche für allergische Reaktionen verantwortlich gemacht wird. Damit entfällt auch die Einnahme von Begleitmedikamenten wie Cortison und Antihistaminika. nab-Paclitaxel wird als Infusion verabreicht.

Präoperative Therapie, meist medikamentöse Behandlung vor einer Operation.

Estrogenrezeptoren (ER), auch Östrogenrezeptoren sind die Bindungsstelle in Zellen für das weibliche Hormon Östrogen. Dieser Wert wird in den Befunden angegeben, da er ein Indikator dafür ist, ob der Tumor hormonempfindlich ist, also hormonabhängig wächst. Hormonabhängige Tumorzellen werden „positiv“ (ER +) genannt, hormonunabhängige Tumorzellen werden „negativ“ (ER -) genannt.

Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Taxane. Wird aus Eibenrinde synthetisiert und wirkt zytostatisch, indem es das sogenannte Mitrotubuli-Netzwerk stört und damit die Tumorzell-Teilung beeinträchtigt. Paclitaxel wird als Infusion verabreicht.

Mehrere Nerven betreffende Störung, die die Empfindungen (Sensibilität) und die Bewegungen (Motorik) einschränken. Häufig als Nebenwirkung bestimmter Chemotherapeutika (Platinverbindungen, Taxane).

Polyneuropathische Sensibilitätsstörungen können mit verschiedener Verteilung am Körper auftreten. Da die Zellkörper (Somata) der sensiblen Nervenzellen in den Ganglien nahe am Rückenmark liegen und die Nervenfortsätze von dort aus versorgt werden, nehmen die längsten Fasern, die bis hin zum großen Zeh versorgt werden müssen, am ehesten Schaden. Häufig beginnt die Erkrankung daher mit unangenehmen Missempfindungen der Zehen beidseits. Wenn die Erkrankung fortschreitet, wird die Verteilung der Sensibilitätsstörungen gelegentlich als „handschuh- oder sockenförmig begrenzt“ beschrieben. Die betroffenen Körperbereiche können spontan kribbeln und sind dann unangenehm und mitunter sehr störend, entweder taub oder brennend schmerzhaft. Es können Missempfindungen wie Hitze- oder Kälte- und Schwellungsgefühle, z. B. „wie im Schraubstock“ auftreten.

Operativ unter die Haut eingepflanzte kleine Kammer aus Kunststoff und Metall mit einer dicken Silikonmembran und einem verbundenen Katheter, der in eine große Vene gelegt wird, um darüber Medikamente zu verabreichen.

Progesteronrezeptoren (PR) sind die Bindungsstelle in Zellen für das weibliche Hormon Progesteron. Dieser Wert wird in den Befunden angegeben, da er ein Indikator dafür ist, ob der Tumor hormonempfindlich ist, also hormonabängig wächst. Hormonabhängige Tumorzellen werden „positiv“ (PR +) genannt, hormonunabhängige Tumorzellen werden „negativ“ (PR -) genannt.

Man versteht darunter, ob der Tumor komplett entfernt wurde. Ist dies der Fall, so ist dies der Status R0. Falls noch Reste sind: R1 oder R2. Brustkrebs sollte immer vollständig entfernt werden um das Risiko eines Wiederauftretens der Erkrankung zu minimieren. Sollten noch Reste vorhanden sein, so steht wahrscheinlich eine weitere Operation bevor. Dies kommt leider relativ oft vor, weil der Arzt während der OP zwar weiß wo der Tumor liegt, das kranke vom gesunden Gewebe zu unterscheiden ist jedoch mit dem bloßen Auge nicht eindeutig möglich. Dafür braucht man den Pathologen, der für die feingewebliche Untersuchung des entfernten Gewebes zuständig ist.

Wiederauftreten einer Tumorerkrankung.

Intraoperativ entnommenes Gewebe wird noch während der Operation vom Pathologen untersucht. Dabei wird festgestellt ob es sich um gutartiges oder bösartiges Gewebe handelt und die Schnittränder können beurteilt werden. Die Aussagefähigkeit der Schnellschnittuntersuchung ist etwas schlechter, als die der normalen Gewebeuntersuchung mittels Paraffineinbettung. Aus diesem Grund kann in einigen Fällen der endgültige pathologische Befund vom Schnellschnittbefund abweichen.

Ist der erste Lymphknoten im Lymphabflusssystem. Um diese aufzufinden und anschließend zu entfernen (Sentinel Lymph Node Biopsy: SLNB) wird in die Brust eine schwach radioaktiv markierte Flüssigkeit sowie blaue Farbe eingespritzt, die sich im Sentinel-Lymphknoten anreichert. Mit Hilfe einer sog. Gammasonde (wie ein kleiner Geigerzähler) findet man ihn in der Achselhöhle, optisch ist er häufig zusätzlich als blauer Knoten zu erkennen.

Alternativ dazu gibt es neuerdings die Magtrace Methode. Hier findet die Lokalisation mittels Eisen-basierter, magnetischer Substanzen (Magtrace®) statt. Diese bereits zugelassene und erfolgreich angewandte Methode ermöglicht die Darstellung des Wächterlymphknotens ohne Verwendung radioaktiver Substanzen. Der eisenhaltige Tracer kann präoperativ durch die Operierenden selbst injiziert und intraoperativ mit der sog. Sentimag-Sonde aufgesucht werden. So werden Strahlenexposition und die aufwendige präoperative Vorbereitung in der Nuklearmedizin umgangen.

Nuklearmedizinisches Verfahren zur Beurteilung von Knochenveränderungen (Entzündungen, Metastasen).

Ultraschall

Einschätzung des Ausmaßes einer Tumorerkrankung. Dazu gehören bildgebende Untersuchungen umliegender Organe. Die üblichen* Staging-Untersuchungen beim Mammakarzinom sind:

  • Röntgen-Thorax (zur Beurteilung der Lunge)
  • Oberbauchsonographie (zur Beurteilung der Leber)
  • Skelettszintigraphie (zur Beurteilung der Knochen)

(*Ich hatte z. B. ein CT statt Röntgen und Oberbauchsono)

Entnahme von Gewebeproben aus dem Tumor in der Brust. Unter Ultraschallkontrolle und lokaler Betäubung werden mit Hilfe einer Hohlnadel mehrere Gewebeproben aus dem Tumor entnommen. Diese werden an den Pathologen zur Beurteilung übergeben.

Nach einer brusterhaltenden Operation ist beim Mammakarzinom immer eine Bestrahlung erforderlich, um das Rezidiv- und Mestastasierungsrisiko zu senken. Nach einer Brustentfernung und hohem Risiko ist ebenfalls eine Bestrahlung erforderlich. Die Bestrahlungsplanung übernimmt der Strahlentherapeut. Es wird eine Gesamtdosis von 40-50 Gy (Einheit: Gray) verabreicht, aufgeteilt in mehrere Einzeldosen, so dass eine Therapiedauer von 3-6 Wochen mit täglichen Bestrahlungen möglich ist.

Die TNM-Klassifikation dient in der Medizin zur Einteilung (Klassifikation) von malignen Tumoren (bösartigen Krebserkrankungen) in Stadien. Die drei wichtigsten Kategorien des TNM-Systems entsprechen den drei Buchstaben:

  • T = Tumor: Größe des Tumors, T1 bis T4
  • N = Nodus (lateinisch Nodus lymphoideus = Lymphknoten): Beschreibt, ob Tumorzellen in den Lymphknoten vorhanden sind (N1-3) oder nicht (N0)
  • M = Metastasen: Fehlen (M0) bzw. Vorhandensein (M1) von Fernmetastasen

Weitere Einteilungen:

  • cTNM = klinische Klassifikation (c „clinical“)
  • pTNM = pathologische Klassifikation (p „pathologisch“)
  • ypTNM = Wenn vor der Operation eine Chemotherapie stattgefunden hat, beginnt die Klassifikation mit einem „y“ um sie von Tumoren ohne Vorbehandlung unterscheiden zu können.
  • rTNM = Klassifikation bei einem Rezidiv (r „Rezidiv“)

Die Größe eines Tumors kann zwar anhand des Tastbefundes erhoben werden, das ist allerdings recht ungenau. Exakt ausmessen lassen sich Tumore mit Hilfe von radiologischen Verfahren (Mammographie, MRT, Ultraschall). Die Größe ist wichtig für die Einteilung des Tumors in ein bestimmtes Tumorstadium und bestimmt auch die weitere Vorgehensweise der Behandlung.

 

  • T0 kein Primärtumor nachweisbar
  • Tis Carcinoma in situ, nicht invasiv
  • T1 bis 2 cm
  • T1mic Mikroinvasion bis 0,1 cm
  • T1a > 0,1 cm aber ≤ 0,5 cm
  • T1b > 0,5 cm bis 1 cm
  • T1c > 1 cm bis 2 cm
  • T2 > 2 cm bis 5 cm
  • T3 > als 5 cm
  • T4 jede Größe mit Ausdehnung auf die Brustwand oder Haut

p/yp/rpT ___ (m)

  • p = Klassifikation nach der Operation
  • yp = Klassifikation nach einer Vorbehandlung (z.B. Chemotherapie vor der Operation)
  • r = Klassifikation eines neuen Tumors (Rezidiv)
  • T (0-4) = Tumorgröße
  • (m) = „multifokal“ Beschreibung, dass der Tumor mehr als einen Herd hat

pN ___

  • N (0-3) = Vorhandensein regionären Lymphknotenmetastasen
    • N0: keine
    • N1: 1–3 in der Achsel
    • N2: 4–9 in der Achsel
    • N3: 10 oder mehr in der Achsel oder unter/über dem Schlüsselbein

pM ___

  • M (0-1) = Vorhandensein von Metastasen
    • M0 keine nachweisbar
    • M1 nachweisbar (meist Lunge, Leber, Knochen)

ER ___

  • ER (0-12 oder %) = Östrogenrezeptorstatus

PR ___

  • PR (0-12 oder %) = Progesteronrezeptorstatus

Her2 ___

  • Her2 (0-3) = Her2-Rezeptorstatus
    • 0 = negativ
    • 1 = positiv, schwach
    • 2 = positiv, schwach bis mäßig
    • 3 = positiv, stark

R ___

  • R (0-2) = Resektionsrand nach Operation. Beschreibt, ob und wieviel Tumor noch verblieben ist
    • R0 = vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe
    • R1 = Tumor wurde nicht im Gesunden entfernt und mikroskopisch finden sich Tumorreste am Rand des entfernten Gewebes
    • R2 = Tumor wurde nicht vollständig entfernt und Reste sind mit bloßem Auge sichtbar (makroskopisch) im Körper verblieben

G ___

  • G (1-3) = Grading. Beschreibt, wie sehr sich das Tumorgewebe vom Normalgewebe unterscheidet.
    • G1 = gut differenziert
    • G2 = mäßig differenziert
    • G3 = gering differenziert

L ___

  • L (0-1) = Lymphbahnen (NICHT Lymphknoten = N). Beschreibt, ob Krebszellen vorhanden sind (=1) oder nicht (=0)

V ___

  • V (0-1) = Venen. Beschreibt, ob Krebszellen in den Blutgefäßen gefunden wurden (=1) oder nicht (=0)

Pn ___

  • Pn (0-1) = Perineurale Invasion. Beschreibt, ob Krebszellen im Gewebe um Nerven nachweisbar waren (=1) oder nicht (=0)
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